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Richtfest des Neubaus Ecke Weimarer Straße - Poststraße
Die Ilmenauer Wohnungs- und Gebäudegesellschaft lud zum Richtfest für den Neubau Ecke Poststraße-Weimarer Straße. 14 Wohnungen entstehen hier. Weiterlesen...

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IWG-Geschäftsführer Hermann Töpfer legte bei der gestrigen Grundsteinlegung die Hülse ins Fundament. An der Ecke Weimarer und Poststraße entsteht ein neues Eckhaus mit 14 altersgerechten Wohnungen.
Foto: Christoph Vogel

Die Ilmenauer Wohnungs- und Gebäudegesellschaft errichtet bis spätestens 2013 ein modernes Quartier für Senioren. Das Unternehmen investiert aus eigenen Mitteln rund 2,5 Millionen Euro.

Die Ilmenauer Wohnungs- und Gebäudegesellschaft (IWG) hat gestern den Grundstein für ein neues Wohnhaus in der Innenstadt gelegt. Bis spätestens Frühjahr 2013 sollen an der Ecke Weimarer und Poststraße 14 altersgerechte Quartiere für barrierefreies Wohnen entstehen. Das Unternehmen investiert rund 2,5 Millionen Euro, die nicht zuletzt wegen der guten Wirtschaftslage des Großvermieters aus eigenen Rücklagen bestritten werden. IWG-Geschäftsführer Hermann Töpfer erinnerte gestern an einen langen Prozess, der immer noch nicht ganz abgeschlossen ist. Denn die Verhandlungen mit einem Eigentümer im benachbarten Haus sind weiter aktuell - die IWG würde die Immobilie gern in ihren Bestand überführen, um das neue Eckhaus großzügig gestalten zu können.

Seit 1990 stand das Objekt leer. Wiederbelebungsversuche, wie etwa der Umbau zu einem Studentenwohnheim, scheiterten. Im vergangenen Jahr ging das Gebäude schließlich in den Besitz der Wohnungsgesellschaft über. Nicht zuletzt drängte IWG-Aufsichtsratsvorsitzender und Ilmenaus Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber (CDU) auf Beseitigung des baufälligen Objekts an exponierter Stelle der Stadt.

Kurze Zeit gestoppt wurde der Abriss, als Bodendenkmalpfleger im Untergrund historisch Wertvolles aus Ilmenaus Stadtgeschichte fanden: darunter Scherben aus dem 13. bis 17. Jahrhundert.

Ungleich spektakulärer aber erwies sich die Freilegung eines alten Frischofens, der früher zur Fertigung von Werkzeug für den Bergbau genutzt wurde, erinnerte gestern Dr. Ralf Irmer. Überdies tauchten Überreste einer Mauer auf, die früher entweder zur Stadtgrenze oder zur großen Wallgrabenburganlage gehörten. Dies werde gegenwärtig aber noch genauer untersucht - ein Teil der Funde aber ist morgen zum Tag des offenen Denkmals im Ilmenauer Finanzamt zu besichtigen.

Zurück in die Gegenwart: Bis zum Jahresende soll der Rohbau möglichst stehen, kündigte Hermann Töpfer an. Geplant ist auf dem Grundstück überdies eine Tiefgarage, um den neuen Hinterhof zu begrünen und ihn damit von seinem bisher tristen Dasein zu befreien. Denn als der IWG-Chef zum ersten Mal zur Hintertür des alten Gebäudes hinaustrat, "da blickte ich zuerst auf eine große Mauer und war erschrocken über die Lichtverhältnisse", bekannte er.

Dass dieses Projekt nicht das letzte für die Wohnungsgesellschaft sein wird, deutete indes der Oberbürgermeister an. "In Sachen unternehmerisches Risiko kannst Du ruhig noch etwas zulegen", richtete Gerd-Michael Seeber an den IWG-Geschäftsführer. Nicht zuletzt sei das Unternehmen "ein wichtiger Partner bei der Stadtentwicklung", schätzte der Oberbürgermeister ein. Versenkt wurde anschließend die obligatorische Hülse im Fundament, in die Frank Gerhardt von der Abteilung Technik Tageszeitungen, Kleingeld und eine Visitenkarte steckte.

Eingemauert hat die Erinnerung der Chef. Warum Hermann Töpfer der Umgang mit der Kelle leicht von der Hand ging, verriet er auch: Das Maurern erlernte er einst selbst.

Arne Martius / 10.09.11 / TA